Verband deutscher Pfandbriefbanken zur Immobilienpreisentwicklung

München 12.09.2023

In den vergangenen zwölf Jahren erlebte der Wohneigentumsmarkt einen kontinuierlichen Aufschwung. Die Preise stiegen unaufhörlich an, bis die Europäische Zentralbank (EZB) im letzten Jahr eine Kehrtwende bei den Zinsen einleitete und damit erstmals seit Langem wieder einen Rückgang am Markt verursachte. Nach einem spürbaren Abschwung stagnieren die Immobilienpreise nun fast unverändert.

Neue Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zeigen dies eindrücklich: Im zweiten Quartal sanken Wohnungen und Häuser lediglich um 0,9 Prozent gegenüber dem ersten Quartal; verglichen mit dem Vorjahresquartal lag das durchschnittliche Minus jedoch bei 5,4 Prozent.

Selbst genutztes Wohneigentum fiel im zweiten Quartal sogar nur noch leicht um 0,4 Prozent zum Vorquartal ab; währenddessen waren Mehrfamilienhäuser etwas stärker betroffen. “Es scheint eine Stabilisierung auf dem Wohnimmobilienmarkt zu geben”, sagte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt dazu.

Ein Grund dafür könnte laut ihm auch darin begründet liegen können, dass sich Bauzinsen zuletzt stabilisiert haben – was für steigendes Vertrauen in diesem Bereich sorgt. “Im Gesamtjahr 2022 sind die Durchschnittspreise um bereits rund siebeneinhalb Prozent gesunken,” so Interhyp-Chef Jörg Utecht . Der Baufinanzierer berichtet darüber hinaus von kaum Veränderungen bei den Immobilienpreisen zwischen April und Juni verglichen mit dem ersten Quartal.

Allerdings gibt es auch positive Entwicklungen: Der Greix-Immobilienpreisindex des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) bestätigte im zweiten Quartal eine Steigerung der Preise in deutschen Städten. Im Vergleich zum ersten Quartal sind die Preise für Eigentumswohnungen zwar noch geringfügig um 0,3 Prozent gesunken; jedoch stiegen die Preise für Ein- und Mehrfamilienhäuser jeweils um 2,4 bzw. 1,8 Prozent.

“Nach einem historisch so ungewöhnlich starken und schnellen Preisverfall ist eine Phase der Gegenbewegung durchaus normal”, sagt Moritz Schularick, Präsident des IfW Kiel dazu.”Ob dies allerdings schon als Trendwende hin zu steigenden Preisen gewertet werden kann, bleibtt abzuwarten”.

Quelle: Tagesschau

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